Trekken und das Licht anmachen

Der Africa Trek ist eines der wesentlichen Evangelisationsprojekte von OM Afrika

In den südlichen Regionen Afrikas ging die Sonne über einem Team von 18 Missionaren aus aller Welt auf und unter. Sie lebten für zwei Monate im Jahr 2016 in Zelten und erzählten jeden, den sie trafen, die Gute Nachricht von Jesus.

Im ländlichen Malawi: staubige, ausgefahren Straßen führen durch Dorfzentren und neben Reihen von strohgedeckten Lehm- und Tonhäusern entlang.

Im tropischen Urwald Tansanias: volle Ananasplantagen füllen den Horizont zusammen mit einem Teppich von dornigen roten Blumen.           

Im Nordwesten Sambias: Bootsführer lenken lange Kanus durch ein Labyrinth von Kanälen in einem weiten sumpfigen Ödland.

Jeder Horizont brachte den Teilnehmern des Africa Treks eine neue Umgebung. Die 18 Teilnehmer kamen aus sieben verschiedenen Ländern und nahmen, wo immer sie hingingen, die Gute Nachricht mit zu den Menschen in Afrika, die zu den am wenigsten erreichten gehören. Teils Missionseinsatz, teils Jüngerschaftstraining, beginnt der Africa Trek, ein Projekt, das 2011 von OM Afrika gestartet wurde, in Südafrika mit einem zweiwöchigen Training. Danach reiste das Team in den Norden nach Malawi, Tansania und schließlich nach Sambia.

Evangelisation war ein zentraler Bestandteil des Treks

Für Lukas Schultz, einem einundzwanzigjährigen Deutschen, der davor das Missions- und Jüngerschaftstraining von OM Sambia besucht hatte, war Evangelisation etwas Neues. Als relativ unübliche Praxis in Deutschland, war Evangelisation nicht Teil von Lukas Leben vor dem MDT. Aber während seiner Zeit in Sambia nahm Lukas an zwei Evangelisationseinsätzen teil. Beide Male fühlte er sich dabei unwohl, sagt er. Aber nicht wegen den Einsätzen, sondern weil es für ihn sehr fremd war, zu jemanden an die Haustür zu gehen und ein Gespräch zu beginnen, das zum Thema Jesus Christus führt. Es war wie, sagt er, „Mit Menschen reden und dabei Jesus zu erwähnen, auch wenn diese ganz klar nichts über ihn hören möchten.“

Während des Africa Treks war Evangelisation Teil der regulären Aufgaben – „und das Jüngerschaftstraining, dass das Team vor seiner Reise in den afrikanischen Busch bekam, hatte tiefgründige Auswirkungen auf das Team“, sagt Lukas. Tatsächlich nahmen wir als das Trek Team mehr von der Erfahrung mit, als die Menschen, die wir evangelisierten.

„Für uns Teilnehmer des Treks sehe ich, dass diese drei Monate einen größeren Effekt auf uns hatten, da wir Jüngerschaft lebten“, erzählt er. „Es betraf die Leben der Menschen, denen wir begegneten, aber langfristig hatte es auf uns eine noch größere Auswirkung!“

Aber es waren dennoch keine bedeutungslosen Treffen mit den Menschen: Lukas sah eine wirkliche Veränderung in drei tansanischen Frauen, die Jesus annahmen und verstanden, dass sie ihren Lebensstil ändern müssen, – besonders in Bezug auf ihren Umgang mit Männern, mit denen sie nicht verheiratet sind.

Die gegenteilige Erfahrung war mit einem Hexendoktor berichtet Lukas. Dieser hörte der Guten Nachricht zu, aber weigerte sich Jesus zu folgen, weil er wusste, dass er dann auf seine Praktiken verzichten müsste.

Beide Reaktionen dienen als Beispiel für ein Evangelisationskonzept, das Lukas und die anderen Teilnehmer des Africa Treks vor ihrem Einsatz im Jüngerschaftstraining gelernt haben. ‚Das Licht anmachen’. Die Idee hinter diesem Ausdruck ist, dass Evangelisation nicht mehr ist, als Menschen die Gute Nachricht vorzustellen und zu sehen, wer zum Licht gezogen wird, was die Art, wie Lukas den Prozess sieht geändert hat. Er lernte zu evangelisieren, wie Jesus es tat – in dem er Geschichten erzählt. Gleichnisse von Jesus zu erzählen und darüber ins Gespräch zu kommen, wurde Lukas Lieblingsmethode.

„Ich denke, dass evangelisieren gewissermaßen heißt, das Evangelium Menschen zu erklären und dann durch das Evangelisieren zu erkennen, wer daran interessiert ist“, berichtet er. „Dann ist es möglich, Menschen zu identifizieren, die wirklich mehr wissen möchten und drüber hinaus mit ihnen in Kontakt zu bleiben und sie zu Jüngern machen.“

Zu lernen, die Samen zu pflanzen und Gott die Kontrolle über das Wachstum abzugeben ermöglichte den Teilnehmern des Arfrica Treks mutig mit komplett fremden Menschen zu sprechen – Menschen, die sie wahrscheinlich nie wiedersehen werden. „Es war ein Kampf, an Orte zu gehen und zu evangelisieren und dann wieder wegzufahren und keine Idee zu haben, was mit den Menschen weiter passieren wird“, erinnert sich Lukas. „Aber überall, wo wir hin gingen waren Gemeinden und OM-Mitarbeiter, die die Menschen nach unserem Besuch weiterhin auf ihrem Glaubensweg begleiten konnten.“

Welche Frucht auch immer Gott durch den Africa Trek bringen wird, das Team brachte die Gute Nachricht zu „jedem Stamm und jeder Sprache und Nation” – so weit bis zu Fischern, die auf schwimmenden Inseln in den Sumpfgebieten Sambias leben. Die Samen wurden gesät und die Seelen sind in Gottes Hand.

 

By Andrew Fendrich