Hoffnungsträger

Sekondi-Takoradi, Ghana :: Ein Hilfsdienste-Team schult Pastoren bei einem Workshop an Bord zur HIV und Aids-Problematik.

„Man sagt, ein Pastor habe ein Vaterherz, doch manchmal frage ich mich, wie schwer das sein muss, für jedes Kind ein Vaterherz zu haben. Ist es Ihnen ein Herzensanliegen, wie es Ihren Schafen geht? Wissen Sie, was in ihnen vorgeht?“, fragte die Spanierin bei der Veranstaltung „Hoffnungsträger“ an Bord der Logos Hope in Sekondi-Takoradi, Ghana.

Diese Veranstaltung wollte bei Pastoren ein neues Bewusstsein für die HIV und Aids-Problematik wecken und sie dazu ermutigen, dass sie voller Mitgefühl mit Menschen umgehen, die mit dieser Krankheit leben. Dreißig Pastoren und Gemeindemitarbeiter aus der Region Sekondi-Takoradi nahmen an der sechsstündigen Konferenz teil.

Die Mitarbeiter des Hilfsdienste-Teams, das diese Konferenz gestaltete, waren von der südafrikanischen Organisation AIDSLink International intensiv geschult worden. Bei den „Hoffnungsträger“-Veranstatltungen in den Ländern, die das Schiff besucht, geben sie weiter, was sie über die Bedürfnisse der Menschen mit dem HI-Virus gelernt haben, wie der Virus übertragen wird und behandelt werden kann und wie eine christliche Antwort auf die HIV und Aids-Epidemie aussehen sollte.

Nazareth erklärte ihren Zuhörern, dass es nicht immer hilfreich ist, wenn man fragt, wie sich jemand HIV-positiv wurde. „Wir gehen oft davon aus, diese Menschen hätten das verdient, weil sie etwas falsch gemacht hat. Was aber, wenn sie sich bei einer Bluttransfusion angesteckt haben oder schon so zur Welt kam, weil die Mutter das Virus in sich trug?“, hinterfragte sie.

Das Hilfsdienste-Team ermutigte die Pastoren dazu, dass sie eine Perspektive entwickeln, die über das, was schon war, hinausreicht und den Menschen hilft, dass sie nach vorne schauen. Sie wurden dazu herausgefordert, dass sie diese Menschen nicht verurteilen und daran arbeiten, dass sie zu Leitern werden, an die sich Menschen nach einer verstörenden Diagnose vertrauensvoll wenden.

„Ich glaube, diese Schulung hat wirklich etwas bei den Pastoren bewirkt“, erklärte Nazareth. „Sie haben nach der Veranstaltung Adressen ausgetauscht und gesagt, dass sie in Kontakt bleiben und gemeinsam das umsetzen wollen, was sie gelernt haben.“

 

By Rebecca G