Menschenfischer in den Docks

Tema, Ghana :: Mitarbeiter der Logos Hope bauten mit den Hafengeistlichen Kontakte zu anderen Seeleuten auf.

Kontakt zu anderen Seeleuten ist etwas, das Gott einigen Mitarabeitern der Logos Hope aufs Herz gelegt hat. Ein Team vom Schiff ging mit den Hafengeistlichen von der Seefahrtsmission in die betriebsamen Docks von Tema.

Seeleuten von anderen Schiffen war das „schöne weiße Schiff“ schon aufgefallen und sie wollten mehr über dessen Auftrag erfahren. Die Kapitäne waren beeindruckt, als sie hörten, dass die Mannschaft aus 60 unterschiedlichen Ländern stammt und ihre Familien bis zu zwei Jahre lang nicht wiedersehen. Doch als sie herausfanden, dass alle an Bord auf Spendenbasis arbeiten, waren sie sprachlos.

Ein Seemann aus der Ukraine kam auf das Team zu und sagte in gebrochenem Englisch: „Seit 10 Jahren habe ich Jesus in meinem Herzen und ich bin glücklich.“ Der Mann, der Sasha hieß, erzählte, wie schwer es sei, mit den jüngeren Seeleuten über den Glauben zu reden, für die nur die Vergnügungen der Welt zählten. Dem Team lag Sasha am Herzen und so besuchten sie ihn später noch einmal, brachten ihm Andachtsbücher mit und eine ermutigende Karte, die ein Ukrainer von der Logos Hope für ihn geschrieben hatte.

„Manchmal hat man seine festen Vorstellungen davon, wie die Seeleute so sind, weil sie in einer harten Umgebung arbeiten“, meinte Elisa Leuenberger aus der Schweiz, die im Maschinenraumteam der Logos Hope mitarbeitet. „Es war klasse, dass wir hier erleben durften, dass sie sehr freundlich zu uns waren.“ Sie ergänzte: „Containerschiffe wirken riesig und unzugänglich, aber drinnen sind nur 20 gelangweilte Leute, die weit weg sind von zuhause. Auf unserem Schiff gibt es vielleicht jemanden, der ihre Sprache spricht oder sie an zuhause erinnert.“

Die ersten Kontakte führten zu weiteren Besuchen. Seeleute aus Indien und Sri Lanka von einem Schiff nahmen die Einladung zu einer Führung auf der Logos Hope an und luden zum Gegenbesuch am folgenden Tag zum Mittagessen bei ihnen ein. Der Kapitän, ein Sikh, ließ sich ein Evangelium schenken und für sich beten, bevor er von Ghana aus über den Atlantik aufbrach.

Kontakte zu Leuten auf anderen Schiffen sind der Brasilianerin Ester Hansen wichtig, die früher als Meereskundlerin gearbeitet hat. „Seeleute sind eine Art unerreichte Bevölkerungsgruppe“, sagt sie. „Sie brauchen Jesus und hier kommen wir vielleicht einfacher mit ihnen ins Gespräch als in ihren Heimatländern. Auf ihren Reisen können sie dann auch die frohe Botschaft weitergeben.“

Diese Art Einsatz wird wohl zu einer regelmäßigen Einrichtung werden, bei der sich Mitarbeiter aus der Logos Hope-Gemeinschaft, die ein Herz für diese Menschen haben, in ihrer Freizeit einbringen können. In Anlehnung an die Seitentüren, die sich an vielen Schiffen befinden, hat sie den Spitznamen Seitentür-zu-Seitentür-Dienst bekommen.

 

By OM International