Fast zur Familie gehören

Walvis Bay, Namibia :: In jedem Hafen, den die Logos Hope, besucht, wird die Mannschaft von der Bevölkerung recht persönlich begrüßt. Doch diesmal fand sie eine neue Familie am anderen Ende des Landungsstegs.

Wenn die 400 Mannschaftsmitglieder der Logos Hope aus einem Hafen abfahren, fällt ihnen der Abschied meistens schwer. Oft waren sie nur wenige Wochen an einem Ort, aber häufig entstehen dabei langjährige Freundschaften.

„Walvis Bay war bisher mein bester Hafen“, meint Cassidy aus Zentralasien. „Die Freunde dort standen mir so nahe, dass sie im Scherz sagten, sie würden meinen Pass vom Schiff holen, damit ich bei ihnen bleiben kann.“

Die 25-jährige ist seit 16 Monaten mit dem größten schwimmenden Büchermarkt der Welt unterwegs und hat bereits 14 Länder besucht. Sie koordiniert in jedem Hafen die Aktivitäten der Landteams und steht in Verbindung zu Kirchen und gemeinnützigen Organisationen, Schulen und Hafenhelfern.

„Familie Smith hat einige von uns zu sich nachhause eingeladen. Sie haben ein traditionelles Braai-Grillfest für uns gemacht und uns gesagt, wir dürfen einfach ausspannen, ihr WLAN verwenden, uns sogar einfach etwas aus ihrem Kühlschrank holen. Das war echt wie Urlaub, wir konnten uns einen Film anschauen, ausschlafen und wieder mit einem Hund und einer Katze spielen“, erzählt Cassidy strahlend.

Karen Smith, Cassidys „Mutter“ in Namibia begrüßte ihre Gäste vom Schiff mit großer Begeisterung. „Das war mehr als ein Vorrecht, es war mir eine absolute Ehre, dass ich Gottes Kindern so dienen konnte.“

Mehr als 70 Mitarbeiter vom Schiff kamen beim zweiwöchigen Aufenthalt der Logos Hope in Namibia in den Genuss der Gastfreundschaft von Karen und ihrem Mann Bennie.

„Wenn ich als Fremder in einem anderes Land käme, wüsste ich das zu schätzen, wenn jemand mir sein Land zeigt und dafür sorgt, dass ich mich dort wie zuhause fühle“, sagt sie. „Ich war noch nie in einem anderen Land als Südafrika und Namibia, aber ich habe die Welt erlebt, indem ich Menschen aus Brasilien, Korea, Frankreich und den Niederlanden kennen gelernt habe.“

Der Abschied fällt schwer, doch Cassidy und Familie Smith freuen sich über diese besondere Beziehung, die sie aufbauen konnten, und die auch über die Entfernung von vielen Seemeilen hält, wenn das Schiff jetzt weiterfährt.

 

By OM International