Es kann sich viel tun

Durban, Südafrika :: Mitarbeiter der Logos Hope kümmern sich bei einem medizinischen Einsatz um körperliche und geistliche Bedürfnisse der Bevölkerung

In einer gemeinsamen Aktion ermöglichten verschiedene Organisationen den Bewohnern eines ländlichen Siedlungsgebietes namens Waterloo Phase 6 kostenlose medizinische Untersuchungen, Arznei, Brillen und Beratungsgespräche. Die Siedlung ist ein soziales Wohnbauprojekt der Regierung und will Familien ein gesundes Umfeld bieten, die zuvor in lebensbedrohlichen oder unhygienischen Umfeldern gelebt hatten. Da die mobile Klinik nur einmal im Jahr angeboten wird, stellten sich die Dorfbewohner schon drei Stunden vor Ankunft des Logos Hope-Teams und anderer ehrenamtlicher Mitarbeiter an.

Pastor Joseph, der seit 58 Jahren in der Region und den benachbarten Siedlungen Phase 5 und Phase 7 aktiv ist, organisiert gemeinsam mit dem christlichen Hilfswerk Impilo Centre und der örtlichen Verwaltung diese medizinischen Einsätze. Zusätzlich zu der medizinischen Betreuung bieten die Mitarbeiter von Impilo Centre auch geistliche Betreuung in Form von Einzelgesprächen an. Das Team von der Logos Hope, in dem auch eine Ärztin und eine Krankenschwester waren, führte Sehtests und medizinische Beratungen durch. Drogen- und Alkoholmissbrauch, Gewalt und wechselnde Sexualpartner sind Hauptprobleme des Dorfes. „Dass jemand HIV-positiv ist, kommt hier so häufig vor, wie Asthma in anderen Teilen der Welt“, berichtete Dr. Minna Schomas aus Finland, die Patienten nach einem Aidstest mitteilen musste, dass sie HIV-positiv sind. „Ich habe erlebt, wie real die Bedrohung durch diese Infektion ist und wie zerstörerisch.“ Sie behandelte auch Patienten mit Verletzungen und Messerstichen aus Kämpfen.

Trotz der schlimmen Zustände verliert Pastor Joseph nicht die Hoffnung. Er hat eine Suppenküche eingerichtet, ein Klassenzimmer für Computerunterricht und Nähklassen und ein Gemeinschaftszentrum mit Kinderbetreuung, das dem Dorf bei der Entwicklung helfen soll. Sobald diese Hilfsaktionen gut laufen, will er sich auch um die Nachbargebiete kümmern. „Es kann sich viel tun, wenn wir weiter hoffen und hart dafür arbeiten“, bestätigte er.

 

By Flora Man