Gottes Schirm

Toamasina, Madagaskar :: Liebe und Wärme erfüllte den Raum, als das Logos Hope-Team sich früheren Leprapatienten liebevoll zuwandte und sie so sah, wie Gott das tut

„Hier ist Ihr Schirm“, sagte Nino Narozauli aus Georgien, während sie einer von Lepra gezeichneten Frau pantomimisch einen Schirm aus ihrer Vorstellung überreichte und diese ihn mit einem schüchternen Lächeln mit ihren von der Krankheit entstellten Händen entgegennahm.

Der Schirm war kein gewöhnlicher Schirm. Es war „Gottes Schirm“, wie Nino ihn nannte, der in den Stürmen des Lebens Schutz bieten sollte. „Der Schirm nützt nur etwas, wenn man ihn festhält. Stellen Sie sich den Stürmen des Lebens nicht ohne Gottes schützenden Schirm entgegen“, warnte Nino liebevoll.

Ein Team von der Logos Hope konnte hier früheren Leprapatienten in Madagaskar liebevoll begegnen. So etwa einer Frau namens Pwetty, die sich fast zu Tode gegrämt hatte, bis Mitarbeiter der Hilfsorganisation sie in ihrer winzigen Hütte fanden. „Trotz ihrer verformten Hände und Füße hatte sich Pwetty jeden Tag zum Betteln 5 Kilometer weit in die Stadt geschleppt“, erklärte Kim Radford, Mitgründerin von HELP Madagascar, einem christlichen Hilfswerk, das Armen und Verstoßenen praktisch zur Selbsthilfe hilft. „Kein Wunder, dass sie aufgeben wollte. Ihr Leben war so hart!“ Durch HELP Madagascar haben die früheren Leprakranken jetzt einen Ort, an dem sie etwas zu essen bekommen und auch sonst das Nötigste zum Leben.

Nach Gesprächen betete das Team mit jedem einzelnen früheren Leprapatienten.  Es war ein ganz besonderer Moment, der klar machte, dass jeder vor Gott gleich wichtig ist. Trotz der Entstellung durch die Krankheit ist jeder von ihnen in Gottes Augen schön und wertvoll.

 

By Flora Man